Nissling - ein Gewebe aus 50% Wolle und 50% Leinen

Bis 1880 wurde im oberen Mühlviertel, die traditionsreiche Leinenweber Gegend in Österreich, vorwiegend Flachs (Endprodukt Leinen!) verwebt. Im Buch „Textil-Landschaft Mühlviertel“ nennt Bernhard Heindl den Mundart-Ausdruck „Nissling“*, ein beliebtes, warmes Leinwandgewebe mit Leinenkette und Wollschuss. Dieser Stoff war ein Universalgebrauchsstoff und wurde damals vorwiegend für die Winterröcke der Frauen verwendet. Das Gewebe aus Leinenkette und Wolleinschlag geht bis in die Bronzezeit zurück. Seit 2016 Webt das Hause Vieböck den guten alten ‚Nissling‘ wieder neu – eine Verbindung von edlem, glänzendem Leinen mit flauschiger, knitterarmer Wolle – leicht, weich und einfach schön.
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